2. Tag
Sonntag, 30.4.2006

Über Henderson nach Overton

Als wir aufstanden, schien die Sonne und es war trotz der frühen Stunde schon sehr warm. Wir hatten wie die Murmeltiere geschlafen und fühlten uns schon wesentlich ausgeruhter als gestern. In aller Ruhe frühstückten wir im Mardi Gras Inn. Gegen 9 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Outlet-Center. Heute war Einkaufstag - und wir hatten Einiges auf unserem Einkaufszettel stehen. Letztes Jahr waren wir das erste Mal im Outlet-Center, daher wußten wir, das wir viel Zeit mit bringen müssen. Hier reiht sich ein Geschäft an das nächste, hier kann man viele Stunden verbringen.

Wir parkten unseren Wagen auf dem großen Parkplatz vor dem Outlet-Center. Leider gibt es hier keine schattigen Plätze, aber wozu hat der Trail Blazer denn eine Klima-Anlage! Wir gingen hinein und "arbeiteten" uns durch die Läden. Nach gut zwei Stunden waren wir um etliche Anziehsachen reicher und um einiges an Geld ärmer. Danach stiegen wir in unseren überhitzten Wagen, aber dank der Klima-Anlage herrschte bald wieder eine angenehme Temperatur im Inneren. Unsere Fahrt ging gleich weiter nach Henderson. Hier wollten wir zunächst zu REI, einem Outdoor-Ausstatter, wo wir nach einigen Sachen schauen wollten. Wir irrten erst eine Weile herum und fanden ihn nicht. Dann mussten wir an einer großen Kreuzung vor einer roten Ampel halten, und während ich mich so umschaute sah ich plötzlich den Schriftzug an einem Gebäude gleich rechts von uns. Fast wären wir daran vorbeigefahren! Wir fuhren gleich auf den Parkplatz, stellten unseren Wagen ab und betraten das große, klimatisierte Gebäude. Hier gab es viele interessante Sachen und Ralf musste überall mal schauen und hätte hier auch reichlich Geld ausgeben können. Aber wir gingen nach unserer Einkausliste vor. Wir wollten aber auf jeden Fall bei Gelegenheit wieder hier vorbeischauen, denn es gab noch eine Menge Sachen, die wir gebrauchen könnten. Nachdem wir bezahlt hatten, brachten wir unseren Einkauf zum Auto und verstauten dort alles.

Las Vegas
Las Vegas

Zu Fuß wollten wir dann zur Galerie von Michael Fatali, die sich in ganz in der Nähe befinden mußte. Von Fatali's fantastischen Fotos hatte ich schon einige im Internet bewundern können und da wir seine Galerie in Springdale am Zion Nationalpark auch noch nicht gesehen hatten, war dies hier die Gelegenheit, seine Fotos zu sehen. Langsam gingen wir durch die Fußgängerzone und suchten nach der Straße. Aber wir fanden sie nicht und ich fragte mich schon, ob ich wohl die falsche Adresse habe. An einer Straßenecke blieben wir stehen und überlegten, ob wir wieder zum Parkplatz zurück gehen sollen. Dabei schauten wir um die Ecke - und da entdeckten wir die Galerie in einiger Entfernung vor uns. Wir gingen hinein und sahen uns in Ruhe alle Fotos an. Phantastische Landschaftsfotos in großen Formaten waren dort ausgestellt, eins schöner als das andere. Ich konte mich gar nicht satt sehen und überlegte ernsthaft, ob ich nicht ein Bild kaufen soll. Aber da hätten wir sicher ein Platzproblem in unseren Koffern! Also wurde kein Bild gekauft, für unseren Geldbeutel war das sowieso besser. Ich hatte aber die Hoffnung, irgendwann solche Fotos auch machen zu können. Als wir die Galerie verlassen wollten, bekamen wir noch einen Foto-Kalender geschenkt mit einigen von Fatalis schönsten Bildern. Es war zwar der Kalender vom Vorjahr, aber gefreut hatten wir uns trotzdem.

Wir bummelten noch ein wenig durch die Fußgängerzone von Henderson und kehrten dann zu unserem Auto zurück. Unsere Einkäufe waren erledigt und jetzt wollten wir schnell nach Overton. Overton eignet sich hervorragend als Ausgangsbasis für das Valley of Fire. Das hatten wir allerdings dieses Mal nicht im Programm, sondern wir wollten bei Sugar zu Abend essen. Dafür würden wir sogar einen Umweg fahren. Wir freuten uns schon auf das leckere Pfeffersteak, das wir bei unserem ersten Besuch 2003 das erste Mal gegessen hatten. Damals waren wir rein zufällig hier gelandet. Das Motel, in dem wir vor drei Jahren übernachtet hatten, lag ganz in der Nähe von Sugar's Home Plate. Dort fragten wir nach einem Zimmer, aber leider war nichts frei. Zu dem (relativ neuen) Best Western, am Ortsrand von Overton gelegen, wollten wir aber nicht fahren. So landeten wir dann in einem im wahrsten Sinne des Wortes billigen Motel. Es war alles andere als gut, aber leider war sonst alles in Overton belegt und die Auswahl ist hier nicht besonders groß. Im Overton Motel haben wir jedenfalls das erste und letzte Mal übernachtet.

Das Essen bei Sugar entschädigte uns dann wieder. Das Pfeffersteak war wieder sehr gut, genau wie das Bier, das auch seine Wirkung nicht verfehlte. Die wenigen Meter bis zum Motel gingen wir dann zu Fuß zurück. Das Bier hatte uns noch müder gemacht als wir sowieso schon waren und so waren wir auch ziemlich schnell im Bett verschwunden. Die letzten beiden Tage hingen uns doch noch ganz schön in den Knochen.

Gefahrene Meilen: 108