11. Tag
Dienstag, 9.5.2006

Arches National Park, Long Canyon

Gut ausgeschlafen starteten wir um 7:30 Uhr in den Tag. Als Ralf vom Rauchen wieder ins Zimmer kam, meinte er, es sei kühl und stark bewölkt. Es sah nach Regen aus. Keine guten Voraussetzungen für den Long Canyon. Also änderten wir unseren Plan und beschlossen, zunächst in den Arches NP zu fahren.

Balanced Rock
Balanced Rock

Als wir im Arches aus dem Auto stiegen war es kalt und ungemütlich. Große Lust hier länger herum zu laufen, hatten wir beide nicht wirklich. Es fehlte die Sonne. Ziemlich planlos fuhren wir durch den Arches, hielten mal hier und dort und legten zu Fuß immer nur kurze Strecken zurück. Wir machten auch einige Fotos, die aber durch die starke Bewölkung nicht besonders schön wurden. Aber langsam begann die Sonne sich durch zu kämpfen und dabei wurde es auch gleich wärmer.

Da es entgegen unserer Befürchtung bisher doch trocken geblieben war verließen wir den Arches NP und fuhren direkt zur Potash Road. Diese verläuft nach dem Abzweig von der US 191 zunächst neben dem Colorado River. Nach einigen Meilen zweigt die Long Canyon Road rechts ab. Wir bogen ein in die etwa 7,5 Meilen lange, unbefestigte Straße. Genau das Richtige für Ralf. Den Jug Handle Arch, der sich kurz vor dem Abzweig befinden sollte, sahen wir dabei nicht, aber wir suchten auch nicht danach. Das werden wir zu einem späteren Zeitpunkt mal nachholen. Die ersten 3 Meilen führte die Straße nur leicht bergauf und war leicht zu befahren. Später wurde es steiler und kurviger und auch der Boden wurde etwas felsiger. Die Straße war so schmal, dass wir nicht hätten wenden können. Aber das hatten wir auch gar nicht vor. Ich hoffte nur, dass uns kein Auto entgegen kommen würde. Für Ralf begann jetzt der interessantere Teil des Long Canyon. Die Straße ging steil bergauf und es kamen enge Kurven. Hier begann der Bereich des Pucker Pass und wir kamen zu einem riesigen umgestürzten Felsen. Unter diesem mussten wir nun durchfahren, aber es war genügend Platz.

Long Canyon
Long Canyon
Long Canyon
Long Canyon - die Durchfahrt von unten...

Im weiteren Verlauf wurde die Dirt Road stellenweise sehr eng und es gab einige etwas schwierigere Stellen zu überfahren. Mit einem normalen Pkw wäre das nicht möglich gewesen. Unser Trail Blazer bewältigte dank Ralf alles ohne irgendwelche Blessuren. Dann endete die Steigung und wir erreichten das Plateau. Die Straße wurde wieder breiter und einfach zu befahren. Sie verlief fast geradeaus und es wurde langweilig. Wir hielten kurz an und überlegten, ob wir weiterfahren und über die UT 313 wieder nach Moab zurückkehren sollten oder wenden und den Long Canyon wieder hinunterfahren. Wir entschieden uns dann für die zweite Möglichkeit. Inzwischen hatten wir strahlenden Sonnenschein und unsere Laune war wieder bestens.

Long Canyon
...und von oben gesehen
 
Long Canyon nach dem Pucker Pass
Long Canyon nach dem Pucker Pass

Wir fuhren die Potash Road wieder ein Stück zurück. Gestern hatten wir im Vorbeifahren gesehen, dass dort noch eine andere Dirt Road abzweigt, der Poison Spider Trail. Bevor wir den Trail erreichten, kamen uns mehrere "hochbeinige" Geländewagen entgegen, die dann vor uns in den Poison Spider Trail einbogen. Wir waren kurz hinter ihnen. Weiter vorne sahen wir auch einige Mountain-Biker den Berg hoch strampeln. Die Straße ging direkt relativ steil nach oben. Anfangs war sie noch sehr sandig, aber dann wurde sie sehr schnell steinig und ab und zu waren kleine Felsenstufen und kantige Steine dazwischen. Wir fuhren sehr langsam hoch, während die Jeeps doch wesentlich zügiger fuhren. Nach der zweiten Serpentine wurde der Trail noch felsiger und steiniger. Mit unserem Trail Blazer war es dann doch zu riskant weiter zu fahren. An dieser Stelle war auch noch Platz genug zum Wenden. Ralf war etwas enttäuscht, dass wir nicht weiterfahren konnten, aber es war ja auch nur eine spontane Idee gewesen, deshalb hatten wir uns vorher nicht über den Trail informieren können. Ralf wendete den Wagen, dann fuhren wir das kurze Stück bis zur Straße zurück und anschließend gleich weiter nach Moab.

Wir kauften noch etwas Verpflegung ein und brachten die Sachen ins Hotel. Dann bummelten wir mal wieder durch Moab, schauten in diverse Läden und kauften noch das eine oder andere Souvenir und Mitbringsel. Nachdem wir die Main Street einmal rauf und wieder runter gelaufen waren, gingen wir noch einmal bei der Kokopelli-Lodge vorbei. Aber die Jeep-Fahrer waren noch nicht von ihrer heutigen Tour zurück. Schade, wir hätten gerne erfahren, wie es ihnen so ergangen war und ob ihre heutige Tour für uns eventuell machbar wäre. Aber wir hätten sie sowieso nicht mehr fahren können, da heute unser letzter Abend in Moab war, denn morgen geht es weiter zum San Rafael Swell.

Wir gingen gemütlich wieder zum Hotel zurück und packten schon mal einige Sachen ein. Danach erledigten wir unsere allabendlichen Aufgaben - Reisebericht schreiben und die Fotos sichern. Dann war es auch schon Zeit für das Abendessen. Wir entschieden uns für Pasta Jay's. Dort gibt es superleckere Nudelgerichte und das Restaurant ist immer sehr gut besucht. Auch dieses Mal wurden wir nicht enttäuscht und so ließen wir den Abend bei einem schönen Essen ausklingen.

Gefahrene Meilen: 80