9. Tag
Sonntag, 7.5.2006

Tukuhnikivats Arch

Der Wecker riss uns um 6 Uhr aus dem Tiefschlaf. Eine kalte Dusche sorgte dafür, dass wir auch munter wurden und ein frisch gekochter Kaffee tat noch sein Übriges. Es war schon sehr warm und die Sonne schien, nur ein paar Wölkchen waren zu sehen.

Tukuhnikivats Arch
Tukuhnikivats Arch

Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Tukuhnikivats Arch. Dieser kleine Arch liegt in einer Gegend, die Behind the Rocks genannt wird, ein Offroad-Gelände für 4WD's und Motocross-Maschinen. Bevor es richtig losging, fuhren wir noch eine Tankstelle an. Dann fuhren wir auf der US 191 nach Süden und bogen nach einigen Meilen nach rechts auf eine Dirt Road ab und versuchten unserer Wegbeschreibung zu folgen. Zu Anfang war die Straße noch ganz gut zu befahren, aber bereits nach kurzer Zeit erschwerten felsige Passagen das Fahren. Die Strecke hatte es in sich und irgendwann kamen wir mit unserem Trail Blazer nicht mehr weiter. Wir stellten den Wagen zwischen einigen Büschen ab, damit er nicht die ganze Zeit in der prallen Sonne stehen muss. Dann machten wir uns zu Fuß auf den Weg zum Tukuhnikivats Arch. Wir folgten weiter der Dirt Road, die nach wenigen Metern wieder in einem viel besseren Zustand war. Nach knapp 20 Minuten konnten wir den Arch hoch oben sehen. Von unten sah er wirklich winzig aus. Der Aufstieg war anstrengend und nicht ganz einfach. Außerdem war es sehr heiß und wir waren die ganze Zeit durch die Sonne gelaufen. Beim Hinaufklettern konnten wir den Arch nicht immer sehen, wir mussten uns also die Richtung merken. Aber nach ca. 50 Minuten vom Verlassen unseres Wagens gerechnet erreichten wir unser Ziel. Es ist ein sehr schöner kleiner Arch und die Aussicht von hier oben war einfach traumhaft. Leider hatten wir hier nicht die optimalsten Lichtverhältnisse zum fotografieren, aber wir machten trotzdem etliche Aufnahmen. Die beste Zeit für Fotos ist hier oben der späte Nachmittag und wir waren gegen 9:20 Uhr hier, definitiv zu früh. Wir schauten uns auch die nähere Umgebung an und machten ein kleines Picknick, bevor wir uns wieder an den Abstieg machten. Auf dem Weg zum Auto sahen wir eine ca. ein Meter lange Schlange, die sich gerade über unsere Fußspuren vom Hinweg schlängelte. Wir machten kurz einige Fotos und gingen weiter. Während des ganzen Weges vom Auto und wieder zurück haben wir keine Menschenseele gesehen. Erst als wir uns wieder der US 191 näherten, sahen wir ab und zu einen Wagen durchs Gelände fahren.

Der Tag war noch jung und deshalb ging es gleich weiter zum Arches National Park. Im letzten Jahr hatte uns jemand erzählt, dass es hier eine Sandpiste gäbe, die er mit seinem Hummer gefahren sei. Genau diese Piste wollte Ralf gerne mal austesten. Leider hatten wir keine Ahnung, wo sie sein sollte. Deshalb fragten wir im Visitor-Center nach. Der Ranger meinte, dass er diese Strecke mit seinem Jeep nicht fahren würde. Also war unser Wagen für diese Sandpiste erst recht nicht geeignet. So leicht gab Ralf aber nicht auf. Er wollte die Sandstrecke so weit zu fahren, wie es ging. Leider ging es dann wirklich nicht sehr weit. Schon nach einem kurzen Stück mussten wir aufgeben. Oder waren wir nur zu ängstlich? Etwas enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg und verließen den Arches wieder, machten unterwegs aber noch einige Fotos.

Skyline Arch
Skyline Arch
Arches Nationalpark
Arches Nationalpark

Heute wollten wir das Abendessen selber machen, deshalb fuhren wir den City Market an, um noch Grillgut etc. einzukaufen. Dann war noch ein Kaffee fällig, den wir uns an einer Tankstelle besorgten, bevor wir uns auf den Weg zur Kokopelli Lodge machten, wo wir ein Zimmer reserviert hatten. Wir setzten uns in den kleinen Garten und tranken ganz gemütlich unseren Kaffee. Erst danach bezogen wir unser Zimmer und gönnten uns eine erfrischende Dusche. Zum Abschluss des Tages saßen wir draußen vor unserem Zimmer und tranken noch einen Southern Comfort. Dabei bemerkten wir zwei Zimmer weiter mehrere Leute, die sich über eine Jeep-Tour unterhielten, die sie heute gemacht hatten. Es dauerte nicht lange und wir kamen mit ihnen ins Gespräch. Diese Gruppe unternahm Jeep-Touren in sehr unwegsames Gelände, aber sie hatten auch die entsprechenden Autos dafür. Sie staunten nicht schlecht, dass wir mit unserem Trail Blazer in dem Gebiet Behind the Rocks unterwegs gewesen waren und ohne irgendwelche Schäden wieder zurück gekommen sind. Unser Wagen wurde entsprechend inspiziert und begutachtet. Ralf interessierte sich da mehr für die Jeeps, die auf dem kleinen Parkplatz standen. Er konnte sich kaum von ihnen losreißen. Für den nächsten Tag verabredeten uns dann mit Wendy und Larry. Sie wollten uns Fotos von ihren Jeep-Touren zeigen. Dann war wieder mal ein schöner Tag zu Ende. Wir fielen müde ins Bett und Dank dem Southern Comfort waren wir auch ganz schnell eingeschlafen.

Gefahrene Meilen: 96