4. Tag
Donnerstag, 13.9.2007

Über Hackberry und Seligman nach Page, Stud Horse Point

Wir sind um 6 Uhr aufgestanden, haben unsere Sachen gepackt und sind dann wieder zum Hot Rod Café gefahren zum frühstücken. Danach fuhren wir weiter über die historische Route 66 Richtung Seligman. Das ist eine schöne Strecke, nicht besonders spektakulär, aber recht wenig befahren.

General Store in Hackberry
General Store in Hackberry
Alte Zapfsäulen
Alte Zapfsäulen

Bei Hackberry hielten wir nach einer alten Tankstelle Ausschau, die sich auf der linken Straßenseite befinden sollte. Diese alte Tankstelle hätten wir auch fast übersehen. Eigentlich ist das ein Store, und zwar der Hackberry General Store. Der General Store stammt aus den 30er Jahren und ist auch zugleich Museum. Leider war er geschlossen. Deshalb stand auch die alte rote Corvette nicht unter dem Vordach, von der wir schon gelesen hatten. Nur das Schild „Corvette Parking only” zeugte von der Existenz des Wagens. Zu gerne hätten wir uns die Sammelstücke und Raritäten aus der guten alten Zeit im Museum angeschaut. Aber auch so gab es genug zu sehen und zu bestaunen.

Snow Cap
Snow Cap

Vor dem General Store standen einige alte Zapfsäulen. Es gab unzählige alte Schilder, einige alte Autos standen herum - es gab jede Menge Fotomotive. Wir hätten Stunden hier verbringen können, aber schließlich fuhren wir weiter nach Seligman. Hier findet man die originellsten Relikte aus der alten Zeit. Außerdem gibt es einige Läden, in denen man alle möglichen „Route 66 Souvenirs” erstehen kann. Eigentlich wollten wir bei Snow Cap einen Kaffee trinken, aber es war leider auch geschlossen. Also machten wir nur einige Fotos, kauften in einem Laden ein T-Shirt und dann ging es auch schon weiter über Williams zum Grand Canyon.

Am Kassenhäuschen wollten wir uns wie üblich den Nationlparkpass kaufen und wunderten uns, dass er auf der Infotafel mit den Eintrittspreisen nicht aufgeführt war. Den Nationalparkpass, der 50 Dollar kostete, gibt es nicht mehr. Der neue Pass heißt jetzt America the Beautiful - The National Parks and Federal Recreational Lands Pass und kostet 80 Dollar. Dafür kann man einiges mehr damit besichtigen.

Grand Canyon
Grand Canyon

Eigentlich hatten wir vor, in Grand Canyon Village zu übernachten, weil wir uns den Sonnenuntergang am Grand Canyon anschauen wollten. Das wäre ein schöner Ausklang für meinen Geburtstag gewesen. Aber wir hatten kein Zimmer reserviert, da wir uns nicht festlegen wollten mit unserer Route. Wir versuchten unser Glück und fragten nach einem Zimmer für eine Nacht, aber das einzig verfügbare Zimmer hätte 139 Dollar plus Tax gekostet. Das war uns doch etwas zuviel. Der Sonnenuntergang musste ohne uns stattfinden und wir beschlossen, noch weiter zu fahren bis Page. Diese Strecke kannten wir schon von früheren Reisen, daher fuhren wir durch den Grand Canyon NP ohne auch nur an einem der Aussichtspunkte anzuhalten. Wir verließen den Nationalpark über den Osteingang und fuhren auf der 64 weiter bis zur 89. Hier bogen wir nach Norden ab und dann ging es ohne Pause durch bis Page. Im America's Best Value Inn und quartierten wir uns für die nächsten vier Nächte ein und bezogen unser Zimmer.

Da es noch relativ früh war wollten wir den Rest des Tages sinnvoll nutzen. Die Zeit reichte, um uns den Stud Horse Point anzuschauen.

Stud Horse Point
Schöne Hoodoos
Stud Horse Point
am Stud Horse Point

Wir verließen also Page noch einmal und fuhren Richtung Kanab auf dem Highway 89. Von diesem ging eine alte asphaltierte Straße nach links ab. Nach einiger Zeit endete die Asphaltierung und von da an ging es auf Dirt Roads weiter. Mit etwas Suchen fanden wir dann auch den Stud Horse Point, aber die Suche hatte sich gelohnt. Die riesigen Hoodoos mit den schiefen, flachen Kappen sahen wunderschön aus in der Nachmittagssonne. Außerdem hatten wir eine schöne Aussicht auf die Landschaft ringsum. Eine ganze Weile verbrachten wir mit Fotografieren. Wir waren ganz alleine hier und konnten uns ungestört bewegen.

Auf dem Rückweg zum Hotel sind wir noch beim Wal Mart vorbei um Proviant einzukaufen, und haben auch gleich wieder voll getankt. Auch der Magen brauchte mal wieder Nachschub, den wir ihm nicht vorenthalten wollten. Nachdem der Reisebericht geschrieben war wurde nur noch relaxt.

Gefahrene Meilen: 370