16. Tag
Dienstag, 25.9.2007

Mesa Arch, Bull Canyon Trail, Fisher Towers

Unser Wecker klingelte um 4 Uhr, denn heute sollte es endlich zum Sonnenaufgang am Mesa Arch gehen. Wir standen gleich auf, tranken nur einen Kaffee auf unserem Zimmer und fuhren danach gleich los. Wie üblich bei dieser Tour, kauften wir uns an der Tankstelle noch einen Kaffee für Unterwegs.

Sonnenaufgang am Mesa Arch
Sonnenaufgang am Mesa Arch
Sonnenaufgang am Mesa Arch
Fotografen am Mesa Arch

Die Strecke kannten wir inzwischen wie im „Schlaf”. Bei unserem dritten Versuch, den Mesa Arch im Sonnenaufgang zu fotografieren, wollten wir zeitig dasein und uns einen guten Platz sichern. Denn wenn man hier zu spät kommt, steht wahrscheinlich schon eine ganze Reihe von Fotografen dort mit ihren aufgebauten Stativen. Es war ziemlich kalt und wir hatten uns warm angezogen. Im stockdunklen gingen wir den kurzen Weg bis zum Arch und waren dann natürlich die ersten vor Ort. Ganz in Ruhe stellten wir das Stativ auf und tranken gemütlich noch unseren Kaffee, bevor so nach und nach die anderen Fotografen eintrudelten. Gemeinsam warteten wir auf den Sonnenaufgang. Mit den ersten Sonnenstrahlen fingen die Auslöser an zu klicken. Und dieses Mal war es auch ein sehr schöner Sonnenaufgang und die Unterseite des Mesa Arch fing an zu „glühen”, ebenso die Auslöser der vielen Kameras. Wir haben viele Aufnahmen gemacht und wir freuten uns, dass es uns im dritten Anlauf endlich geglückt war. Was uns weniger gefiel war der Massenauflauf dort oben am Arch. Wir mögen es lieber ruhig und ohne viel Menschen um uns herum. Als die Sonne dann ganz aufgegangen war, packten wir wieder alles zusammen.

White Rim
White Rim

Da wir nun schon im Canyonlands Nationalpark waren, fuhren wir noch weiter zum Grand View Point Overlook. Hier beginnt ein ca. 1 Meile langer Trail, von dem man immer wieder schöne Ausblicke über den Canyonlands NP und das White Rim hat. Das war mehr ein gemütlicher Spaziergang und auf Grund der frühen Uhrzeit war es auch noch ein bißchen kühl. Aber uns knurrte nun doch langsam der Magen. Wir suchten uns einen schönen Platz an einer Picnic Area und frühstückten dort. Anschließend holten wir erst mal beim Visitor Center unser Permit für die White Rim Road ab. Bei dieser Gelegenheit tauschten wir noch einen Campingplatz, da wir mit unserem zweiten Übernachtungsplatz nicht so ganz zufrieden waren. Die Tauschmöglichkeit war allerdings nur eingeschränkt möglich. Es gibt ja nicht so viele Plätze an der White Rim Road und die meisten waren natürlich schon belegt. Nachdem dann alle Formalitäten erledigt waren, verließen wir den Canyonlands NP wieder.

Gemini Bridges
Gemini Bridges

Heute wollten wir noch einmal zu den Gemini Bridges, dieses Mal über den Bull Canyon Trail. Dieser Trail sollte „easy” sein, also hatten wir keine Bedenken ihn mit unserem Jeep zu fahren. Der erste Teil war der gleiche wie gestern, es ging auf ebener Strecke auf einer guten Dirt Road voran. Dann kamen aber auch einig steinige und felsige Stellen, die wir zu überwinden hatten, bevor es dann am Gooney Bird Rock vorbeiging. Etwa eine Meile weiter zweigt der Bull Canyon Trail nach Süden ab. Erst später wurde die Strecke in unseren Augen weniger easy. Es ging immer in der Nähe eines trockenen Fußbettes voran. Mal rechts, mal links davon, mal mitten durch. Meistens mussten wir uns den Weg suchen, oder austesten, wie weit wir kommen. Ralf hatte wieder seinen Spaß beim Fahren, ihm kann es ja nicht heftig genug sein. Nach knapp 9 Meilen erreichten wir einen kleinen Wendehammer zwischen steil aufragenden Felswänden und stellten dort unseren Wagen ab. Als wir ein paar Meter weiter gegangen waren, konnten wir dann hoch oben die Gemini Bridges erkennen. Aus dieser Perspektive waren sie auch schwierig zu fotografieren. Da es sonst nicht viel zu sehen gab, blieben wir nicht lange und machten uns bald wieder auf den Rückweg nach Moab.

Fisher Towers
Fisher Towers

Da der Tag doch recht früh für uns angefangen hatte, wollten wir erstmal ein bißchen entspannen. Zum Abendessen gingen wir zu Pasta Jay's und waren wieder begeistert von den leckeren Nudelgerichten. Gut gesättigt schauten wir gleich gegenüber ins Visitor Center und unterhielten uns mit dem Jeep-Vermieter, der dort noch nebenbei arbeitete. Eher zufällig erfuhren wir dabei, dass bei den Fisher Towers die Sonne abends früher weg ist als in Moab. Wir schauten auf die Uhr - und machten uns dann im Eiltempo auf den Weg zur Lodge um Kamera und Auto zu holen. Schließlich wollten wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang bei den Fisher Towers sein. Wir schafften es gerade noch rechtzeitig und konnten auch noch einige Aufnahmen machen. Auf dem Weg nach Moab hielten wir dann nochmals an, um noch einige Aufnahmen mit dem Mond zu machen.

Zurück in der Lodge mussten wir dann noch unsere Sachen packen. Morgen früh wollen wir in den Canyonlands Nationalpark und die White Rim Road fahren. Nun spürten wir auch den langen Tag in den Knochen und gingen schlafen.

Gefahrene Meilen: 64