14. Tag
Sonntag, 23.9.2007

Versuch Hurrah Pass, dann Onion Creek, Thompson Canyon und Polar Mesa

Um 4 Uhr klingelte der Wecker. Es hatte die ganze Nacht über geregnet und es regnete immer noch. Keine guten Voraussetzungen für den Sonnenaufgang am Mesa Arch! Ich stellte den Wecker auf 7 Uhr und dann versuchten wir wieder einzuschlafen. Später beim Frühstück überlegten wir, was wir heute unternehmen könnten. Mittlerweile hatte es aufgehört zu regnen, aber das Wetter sah noch nicht gut aus. Der Himmel war wolkenverhangen und von der Sonne war noch nichts zu sehen. Wir entschieden uns, den Trail Hurrah Pass zu versuchen, weil der relativ leicht zu fahren und nicht weit entfernt war.

Kane Creek
Kane Creek
 
Jeeps am Kane Creek
Jeeps am Kane Creek
 
Onion Creek
Durchqueren des Onion Creek

Um 7:50 Uhr fuhren wir los, zunächst ein Stück auf der Main Street nach Süden, und dann bogen wir nach Westen ab in die Kane Creek Road bis zu einer Gabelung. Hier fuhren wir links weiter, immer am Colorado entlang. Nach einigen Meilen endete die Asphaltierung, aber die Strecke war auch nach dem Regen noch ganz gut zu befahren. Viel weiter kamen wir dann allerdings nicht mehr. An einer Stelle des Trails musste der Kane Creek durchquert werden, der normalerweise an dieser Stelle nur ein Rinnsal ist. Als wir am Kane Creek ankamen stand eine ganz Reihe Jeeps dort während die Fahrer am Ufer standen und diskutierten. Beim Näherkommen sahen wir dann auch, dass der Kane Creek durch den Regen zu einem „Fluß” geworden war. Er hatte auch ziemlich viel Strömung. Einer der Männer ging ins Wasser um die Tiefe zu testen. Als das Wasser ihm bis zur Hüfte ging, aber er noch nicht die Strömung in der Mitte erreicht hatte kam er zurück. Alle waren der Meinung, dass das Wasser zu tief und die Strömung zu heftig ist. Die Jeep-Fahrer hatten dann beraten, welchen Trail sie denn bei diesem Wetter noch fahren können. Einer von ihnen kannte sich wohl gut aus. Sie entschieden dann, zunächst den Onion Creek Trail zu fahren. Diesen hatten wir eigentlich für nachmittags geplant. Kurzerhand fragten wir, ob wir uns ihnen anschließen dürften und sie hatten nichts dagegen. Wir fuhren los. Ein Landrover Defender, 6 Rubicon Jeeps und wir mit unserem Jeep Commander. Nach kurzer Fahrt nahmen sie uns in die Mitte. Wir mussten die ganze Strecke bis Moab zurückfahren, dann weiter den Highway 191 nach Norden um dann auf die 128 nach Nordosten abzubiegen. Nach etwa 20 Meilen zweigte eine breite Gravel Road nach rechts ab, die Onion Creek Road. Der Onion Creek Trail war trotz der Nässe leicht zu befahren. Wir mussten sehr oft den Onion Creek durchfahren, aber das war auch nach dem Regen kein Problem. Es hatte richtig Spaß gemacht. Mittlerweile kam auch wieder die Sonne heraus. Nach dem Onion Creek Trail ging es gleich weiter durch den Thompson Canyon. Hier gibt es wohl einige steile Passagen mit engen Kurven, und so wurden wir gefragt, ob wir uns das mit unserem Jeep zutrauen würden, weil er doch etwas größer war als die Wagen der anderen. Wir wußten zwar nicht, was auf uns zukommen würde, aber Ralf meinte, das würde schon gehen. Schlimmstenfalls müßten wir eben umkehren. Wir fuhren also weiter mit. Zwischendurch haben wir immer wieder angehalten und uns die Landschaft angeschaut und Fotos gemacht. Teilweise war es sehr schlammig und mehrere Male kamen wir ganz schön ins Rutschen. Über die Polar Mesa Road ging es dann wieder zurück, dann durchs Castle Valley wieder auf die 128. Nach 5 Stunden trennten sich hier unsere Wege. Für uns war das eine tolle Tour, die wir bei diesem Wetter wahrscheinlich nicht alleine unternommen hätten. Wir fuhren wieder nach Moab zurück und gleich zur nächsten Waschanlage, um das Auto vom Schlamm zu befreien. Insgesamt waren wir doch länger unterwegs gewesen, als wir ursprünglich geplant hatten, aber diese Tour war ein tolles Erlebnis und wir hatten schöne Ausblicke auf eine Super-Landschaft.

Ausblick vom Thompson Canyon Trail
Ausblick vom Thompson Canyon Trail
Blick ins Fisher Valley
Blick ins Fisher Valley
 
 

In Moab mussten wir noch etwas einkaufen und wollten danach im Moab Diner zu Abend essen, aber das war leider geschlossen. Dann gingen wir zu Fuß los, um den Rubicon Jeep abzuholen, den wir am Samstag schon reserviert hatten und mit dem wir morgen einen etwas schwierigeren Trail machen wollen. Abends ging es noch in den Waschsalon, unsere Wäsche war mal fällig. Sie war danach zwar nicht so sauber wie zu Hause, aber wenigstens war der Schweiß herausgewaschen. Doch einige Teile waren leider auch etwas eingelaufen. Bei McDonalds holten wir uns noch etwas zu essen und dann ging es wieder zur Kokopelli Lodge, wo das Budweiser schon auf uns wartete...

Gefahrene Meilen: 104