18. Tag
Donnerstag, 27.9.2007

White Rim Road

Wieder standen wir um 7 Uhr auf. Wir hatten sehr gut geschlafen. Ausgeruht frühstückten wir gemütlich, bevor wir das Zelt abbauten und wieder alles im Auto verstauten.

Gegen halb zehn starteten wir zum zweiten Tag unserer Tour entlang dem White Rim. Die Strecke war zunächst leicht zu befahren, es gab keine besonderen Schwierigkeiten.

Am White Crack
Am White Crack
 
Auf der Rückfahrt
Rückfahrt vom White Crack
 
Ausblick
Ausblick

Dann kam der Abzweig zum White Crack. Diesen wollten wir uns natürlich ansehen. Wir kamen ohne Probleme bis zum Ende, aber es gab doch schon einige ruppige Stellen. Am White Crack gibt es nur einen einzigen Zeltplatz, der hoch über dem Canyonlands liegt. Von hier hat man eine unglaubliche Weitsicht. Wir konnten sogar die Needles sehen. Hier hätten wir gern unsere erste Übernachtung gehabt, aber leider war der Platz für diese Nacht schon ausgebucht, obwohl wir lange im Voraus unsere Resevierung gemacht hatten. Wir kletterten eine ganze Weile auf den Felsen herum und bewunderten die Aussicht. Dann mussten wir aber doch wieder zurück, da wir nicht zu spät an unserem nächsten Campground, dem Potato Bottom A, ankommen wollten.

Bevor wir diesen erreichten, kam aber erst die interessanteste und schwierigste Stelle der ganzen Tour, Murphy's Hogback. Hier gab es einige steile Stellen mit sehr engen Kurven, aber keine besonders kritischen Stellen. Der letzte Teil bis zu unserem Campground war dann wieder recht einfach. Heute begegneten uns wieder ziemlich viele Radfahrer, aber wenig Autos.

Von unserem Zeltplatz waren wir diesmal nicht so sehr begeistert. Er lag in unmittelbarer Nähe des Colorado. Dazwischen war nur ein Grünstreifen mit dschungelähnlicher Bewachsung, ähnlich wie am Lathrop Canyon. Es führten einige Wege ins „Unterholz”, es sah fast aus wie in einem dichten Dschungel. Wir stellten erst unser Zelt auf und machten wieder alles fertig für die Nacht. Dabei schwirrten dauernd viele Insekten um uns herum, was die Begeisterung für diesen Campground nicht gerade steigerte. Dann schauten wir uns erst mal etwas um und sind einem der Wege ins „Unterholz” einmal nachgegangen. Der Weg endete direkt am Ufer des Colorado. Um uns herum summte und brummte es und wir waren nur damit beschäftigt, die Insekten von Gesicht, Armen und Beinen zu vertreiben. Wir hatten arge Befürchtungen über den weiteren Verlauf des Abends was die Insekten anging. Wir waren ja vorgewarnt.

Himmel
„Feuerhimmel”

Als wir auf der Rückfahrt vom White Pocket waren, begegnete uns ein Pärchen, das erzählte, dass sie ein paar Tage vorher am Potato Bottom übernachtet hatten und total zerstochen worden waren. Deswegen hatten wir noch versucht, einen anderen Campground zu bekommen. Leider war nichts möglich gewesen. Es blieb aber bei einigen wenigen Stichen. Ein paar Wochen früher wäre es hier wahrscheinlich nicht zum Aushalten gewesen. Nach kurzer Zeit gingen wir wieder zum Zelt zurück und kümmerten uns um unser Abendessen. Zum Abschluß gab es wieder ein paar Dosen Budweiser. Später hofften wir auf einen schönen Mondaufgang, aber bei der Felslandschaft um uns herum wurde daraus nichts. Dafür hatten wir aber einen wunderschön rot gefärbten Himmel beim Sonnenuntergang. Außerdem gab es ein tolles Echo. Und da wir hier vollkommen alleine waren, hatten wir das natürlich mehrere Male „ausgetestet”. Wir gingen dann relativ früh schlafen, um nicht so lange den Insekten ausgesetzt zu sein.

Gefahrene Meilen: 40