17. Tag
Mittwoch, 26.9.2007

White Rim Road

Um 7 Uhr standen wir auf und frühstückten kurz. Dann ging es erst noch mal in den City Market, Proviant für die nächsten Tage am White Rim besorgen. Außerdem mussten wir noch mal tanken und nahmen auch gleich einen Kaffee mit für unterwegs.

Canyonlands NP
 
Abbruchkante
 
Am White Rim
Eindrücke vom White Rim

Die White Rim Road sollte möglichst im Uhrzeigersinn gefahren werden. Das bedeutete, am Shafer Trail zu starten. Wir machten uns auf den Weg zum Canyonlands Nationalpark. Die Serpentinen des Shafer Trail beginnen in der Nähe des Visitor Centers. Wir waren sie bereits zweimal gefahren, das war also nichts Neues für uns, aber trotzdem wieder ein Erlebnis. Für ängstlich Naturen ist das natürlich nichts. Die Serpentinen gehen sehr steil ins Tal und haben sehr enge Kurven. Wir achteten immer darauf, ob von unten ein Fahrzeug kommt, damit an einer geeigneten Stelle das entgegenkommende Fahrzeug passieren kann. Da wir den Shafer Trail ja schon kannten ging es ohne Stop gleich bis zum Musselman Arch weiter. Auch hier waren wir schon einmal, deshalb machten wir nur eine kurze Fotopause. Dann begann unsere Tour am White Rim entlang erst richtig. Wir konnten nur langsam fahren, weil immer wieder etwas ruppige Stellen kamen. Oft hielten wir an, um uns in Ruhe umzusehen, Fotos zu machen, oder einfach nur das White Rim aus der Nähe anzuschauen. Wir waren fast ganz alleine. Nur ab und zu kamen uns Mountain-Biker entgegen, die wir dann wirklich nicht um den letzten „Aufstieg” am Shafer Trail beneideten, zumal die meisten auch schon ganz schön geschafft aussahen. Für uns war die Piste leicht zu befahren, es gab keine schwierigen Stellen.

Nach 16,6 Meilen erreichten wir die Abzweigung zum Lathrop Canyon. Diesen Abstecher zum Colorado wollten wir unbedingt machen. Und da wir von dem Abzweig aus nicht mehr weit bis zu unserem ersten Zeltlager Gooseberry zu fahren hatten, war das auch zeitlich kein Problem. Die Fahrt führte uns bis direkt an das Ufer des Colorado. Die Strecke ging teilweise sehr steil bergab und war auch ziemlich ruppig, so dass wir nur sehr langsam fahren konnten. Für die 4 Meilen hatten wir knapp 40 Minuten gebraucht. Unten angekommen stellten wir den Wagen ab und gingen noch die paar Schritte bis direkt ans Wasser. Es war eine schlammige braune Brühe, und sie machte keinen sehr einladenden Eindruck. Hier sahen wir auch eine kleine Schlange, die sich ins grüne Dickicht schlängelte. Es gab sonst nichts besonderes hier zu sehen und da es auch noch sehr heiß und stickig war, machten wir uns nach kurzer Zeit wieder auf den Rückweg.

Mondaufgang
 
Mondaufgang
Mondaufgang am White Rim

Zurück auf der White Rim Road brauchten wir noch etwa 2 Stunden bis wir den Gooseberry Campground A erreichten, der Ort für unsere erste Übernachtung am White Rim. Hier stand nur ein einzelner Baum, in dessen Schatten wir unser Zelt aufbauten und schon alles für die Nacht vorbereiteten. Danach sahen wir uns erst mal in der Umgebung etwas um. Und dann wurde es auch schon Zeit fürs Abendessen. Wir grillten unsere mitgebrachten Steaks und tranken ein leckeres Budweiser dazu. Währenddessen kamen auch die Nachbarn vom Campground B zurück, die ihren Platz etwa 100 m entfernt hatten. Sie waren ganz neidisch auf „unseren” Baum und meinten scherzhaft, dafür hätten wir doch sicher extra bezahlt!

Bei Anbruch der Dunkelheit stellten wir noch schnell das Stativ auf, da wir wussten, dass Vollmond ist. Und kurz darauf sahen wir den großen Mond langsam hinter dem Horizont hochsteigen. So einen Mondaufgang hatten wir bisher noch nicht gesehen! Ich machte viele Aufnahmen vom Mondaufgang in der Hoffnung, wenigstens ein gutes Foto zu erhalten. Mit solchen Aufnahmen hatte ich noch keine Erfahrung. Ziemlich zeitig gingen wir dann schlafen. Es lag eine unheimliche Stille über dem White Rim und wir schliefen tief und fest.

Gefahrene Meilen: 70