5. Tag
Montag, 22.12.2008

Death Valley - Alabama Hills - Trona Pinnacles - Baker

Gestern waren wir sehr früh schlafen gegangen, aber hier kann man ja auch garnichts machen, wenn es schon so früh dunkel wird. Außerdem hatten wir uns entschlossen, heute wieder früh aufzustehen, um zum Sonnenaufgang am Zabriskie Point zu sein. Wir holten uns einen Kaffee aus der Lounge und dann fuhren wir los. Unterwegs war schon abzusehen, dass der Sonnenaufgang ähnlich ausfallen würde wie der Sonnenuntergang gestern Abend.

Morgens am Zabriskie Point
Morgens am Zabriskie Point
 
Aussicht vom Father Crowley Point
Aussicht vom Father Crowley Point

Es war stark bewölkt und auch sehr windig, was uns dann hoffen ließ, dass die Wolken sich eventuell verziehen würden. Das war aber leider nicht der Fall. Als wir am Zabriskie Point ankamen, war der kleine Parkplatz schon voll und einige Leute hatten schon ringsum ihre Stative aufgestellt. Auch wir suchten uns einen guten Platz und landeten schließlich auf einer Anhöhe, wo der Wind ordentlich pfiff. Ich stellte das Stativ mit der Kamera auf. Es war immer noch stark bewölkt, aber ich machte trotzdem einige Fotos. Wir gaben die Hoffnung noch nicht auf, dass die Sonne noch zum Vorschein kommen würde, ebenso wie die anderen Leute um uns herum. Der Wind ging durch und durch und nach kurzer Zeit waren wir durchgefroren. Nach einer dreiviertel Stunde war alles vorbei und die Sonne immer noch hinter Wolken versteckt. Mit steifgefrorenen Fingern packte ich alles wieder ein und wir gingen wieder herunter zum Parkplatz, wo unser roter Dodge auf uns wartete. Wir fuhren zurück nach Stovepipe Wells, verstauten unser Gepäck im Wagen und checkten aus. Gegen 9 Uhr fuhren wir auf der 190 Richtung Westen um das Death Valley zu verlassen. Eigentlich wollten wir auch noch die Darwin Falls besuchen, aber das passte nicht mehr in unseren Zeitplan, deshalb wird er irgendwann später mal besucht werden.

Unser nächstes Ziel war Lone Pine. Auf dem Weg dorthin machten wir einen kurzen Fotostopp am Father Crowley Point, einem hochgelegenen Aussichtspunkt kurz vor dem Ende des Death Valley. Hier oben wehte ein kräftiger Wind, deshalb fuhren wir auch nach ein paar Minuten weiter.

In Lone Pine suchten wir direkt das Visitor Center auf. Dort bekamen wir Informationen über die Alabama Hills und wir machten uns auch gleich auf den Weg dorthin.

Arch
 
Alabama Hills
 
Alabama Hills
Alabama Hills

Dazu mussten wir gar nicht weit fahren. An der einzigen Ampel in Lone Pine bogen wir nach Westen ab und nach kurzer Zeit befanden wir uns schon inmitten von Felsenformationen in allen Größen und unterschiedlichsten Formen zu Füßen des Mount Whitney, dem höchsten Berg der USA außerhalb Alaskas. Die ersten Meilen der Straße waren noch asphaltiert, von da an führten nur noch Dirt Roads durch dieses riesige Abenteuerland. Beim ersten Anblick bedauerte ich schon, dass wir nicht viel Zeit hier verbringen würden, denn wir hatten heute noch einige Meilen zu fahren und konnten nur wenige Stunden bleiben.

Wir suchten zuerst nach dem bekanntesten Arch der Alabama Hills, dem Mobius Arch und hatten ihn auch nach kurzer Zeit gefunden, ebenso den Lathe Arch. Ganz in der Nähe fanden wir auch den Heart Arch und etwas weiter entfernt einen Arch, dessen Name wir nicht kannten. Die Orientierung war aber trotzdem nicht ganz einfach, denn es war nichts ausgeschildert und auf den Unterlagen gab es nur kleine Skizzen und Wegbeschreibungen zu einigen wenigen Arches. So fuhren wir dann anschließend durch die Alabama Hills, hielten ab und zu an und liefen zwischen den Felsen herum. Die Landschaft sah einfach phantastisch aus, vor allem auch vor dem Hintergrund der schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada, die teilweise hinter Wolken verschwunden waren.

Viele Leute wissen nicht, dass die Alabama Hills Drehort für viele Filme war. In Lone Pine gibt es auch ein Film History Museum, das wir aber aus Zeitgründen nicht besuchten.

Außerdem gibt es hier viele bemalte Felsen, die „Rock Fantasies”, die sich entlang des Picture Rocks Circle befinden. Hier haben wir uns nicht aufgehalten, die Landschaften im nördlichen Teil der Alabama Hills hatten uns mehr fasziniert.

Fest steht aber, dass wir diese Landschaft mit den unzähligen, teilweise orangefarbenen Granitbögen auf jeden Fall noch einmal besuchen wollen und dann auch wesentlich mehr Zeit dafür einplanen werden. Nach gut 2 Stunden verließen wir die Alabama Hills wieder.

Mehr Fotos von den Alabama Hills gibt es in unserem Fotoalbum.

Wir fuhren nach Lone Pine zurück und dann auf den Highway 365 Richtung Süden. Wir wollten zu den Trona Pinnacles in der Nähe von Ridgecrest. Die Trona Pinnacles National Natural Landmark liegt zwischen Ridgecrest und Trona nicht weit vom Highway 178 entfernt. Eine Dirt Road (RM 143) führt nach ca. 5 Meilen zum Ziel. Leider hatten wir das Hinweisschild für den Abzweig irgendwie verpasst und daher fuhren wir erst einmal an der Dirt Road vorbei.

Trona Pinnacles
Trona Pinnacles
Trona Pinnacles
Trona Pinnacles

Nach kurzer Zeit bemerkten wir aber, dass wir schon zu weit gefahren waren und wendeten wieder. Dann fanden wir die Dirt Road und fuhren noch die letzten Meilen bis zu den Trona Pinnacles. Die Piste war in schlechtem Zustand und stellenweise befanden sich riesengroße Wasserpfützen auf der Fahrspur. Aber wir hatten keinerlei Probleme und erreichten gegen 15 Uhr die Pinnacles. Diese ungewöhnliche Landschaft besteht aus mehr als 500 Kalksteinsäulen, die sich aus der Ebene erheben. Einige erreichen eine Höhe von mehr als 40 Metern. Schon von weitem kann man die Felstürme deutlich sehen. Hier sind auch eine ganze Reihe von Science Fiction Filmen gedreht worden, unter Anderem „Planet der Affen” und „Kampfstern Galactica”.

Wir hatten bis zum Sonnenuntergang etwa 1 Stunde Zeit um uns umzuschauen und Fotos zu machen. Die Pinnacles lagen wunderschön in der Nachmittagssonne. Doch es war sehr kalt und stürmisch. Unseren kleinen Ausflug brachen wir deshalb nach kurzer Zeit wieder ab. Es war einfach zu kalt und bei diesem Sturm konnte ich mich kaum auf den Beinen halten, und die Kamera ruhig zu halten war fast unmöglich. So beschränkten wir unseren Besuch darauf, mit dem Auto die Pisten abzufahren und nur ab und zu für ein paar Fotos auszusteigen.

Trona Pinnacles
Trona Pinnacles
Trona Pinnacles
Trona Pinnacles

Unterwegs sahen wir auch ein Filmteam, das sich in seinen Van zurückgezogen hatte während neben dem Wagen die schwere Kamera stand. Ab 16 Uhr konnten wir zusehen, wie die Sonne hinter den Bergen verschwand und der dunkle Schatten der Berge sich auf die Trona Pinnacles zubewegte. Erst als die Pinnacles komplett im Schatten lagen machten wir uns auf den Rückweg.

Wir wollten versuchen, heute noch so weit wie möglich Richtung Las Vegas zu fahren. In Baker am Interstate 15 suchten wir uns ein Zimmer zum übernachten. Ich war hundemüde, während Ralf am liebsten bis Las Vegas weitergefahren wäre. Unser Zimmer hatte dieses Mal wieder einen Fernseher und ein schönes breites Bett, in dem es sich gut schlafen ließ.

Gefahrene Meilen: 429