4. Tag
Sonntag, 21.12.2008

Mesquite Flat Sand Dunes, The Racetrack

Wir standen schon sehr früh auf, machten uns etwas Verpflegung für unterwegs fertig, holten uns Kaffee und dann ging es auch schon los zu den Dünen.

Von Stovepipe Wells aus war es nicht weit, aber da wir die Dünen auch bei Tageslicht noch nicht besucht hatten, war die Orientierung nicht ganz einfach.

Mesquite Sand Dunes
Früh Morgens...
Ralf in den Dünen
...in den Dünen

Als wir ankamen war stockdunkel. Wir stellten den Wagen auf dem Seitenstreifen ab und stiegen aus. Es war recht kalt, ca. 42°F. Nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt hatten konnten wir immer noch nichts sehen, es blieb stockdunkel. Wir wussten nur die grobe Richtung in die wir gehen mussten, aber mehr auch nicht. Wir knipsten unsere Lampen an und machten uns auf den Weg in die Dünen.

Ulli at work
Ulli at work

Der Schein unserer Lampen reichte nicht sehr weit, viel sehen konnten wir nicht. Wir gingen einfach drauflos. Nach einiger Zeit sahen wir in einiger Entfernung das Licht einer Taschenlampe. Also orientierten wir uns auch in diese Richtung. Dann konnten wir langsam etwas sehen. Wir erkannten Fußspuren einer einzelnen Person und folgten diesen Spuren.

Es dauerte nicht lange und wir erreichten einen Japaner, der sein Stativ an einer Stelle aufgebaut hatte, die auch mir sehr gut gefiel, denn von hier hatten wir eine schöne Aussicht. Auf dem Kamm einer großen Düne gegenüber konnten wir eine weitere Person mit ihrem Stativ erkennen. Ich stellte nun ebenfalls mein Stativ auf und machte einige Fotos. Auch Ralf fotografierte eifrig die Dünen. Etliche Male wechselten wir unsere Position und machten dabei jede Menge Aufnahmen.

Mesquite Sand Dunes
Dünen bei Sonnenaufgang

Als um 6:55 Uhr die Sonne aufging sahen die Dünen einfach phantastisch aus. Und da konnten wir dann auch erkennen, dass sich doch recht viele Leute in, bzw. auf den Dünen befanden. Es wurde schwierig, Fotos ohne einen Menschen darauf zu machen, geschweige denn, eine makellose Düne ohne Fußspuren zu finden.

Da wir heute auch noch zum Racetrack wollten brachen wir unsere Fotosession ab und gingen durch den Sand zu unserem Dodge zurück. Mittlerweile war es hell geworden und ganze Heerscharen waren auf dem Weg zur Straße, an der eine ganze Reihe von Autos abgestellt war. Ich fragte mich, ob das im Sommer wohl auch so ist? Wir fuhren erst noch einmal kurz zum Hotel zurück und starteten dann unsere Fahrt zum Racetrack Playa.

Devils Cornfield
Devils Cornfield

Das Wetter war super, strahlender Sonnenschein, aber es war nicht gerade warm. Wir fuhren zurück, wieder an den Dünen vorbei, und hielten kurz darauf an „Devils Cornfield”. So früh am Morgen war das ein toller Anblick und wir machten schnell einige Aufnahmen. Dann ging die Fahrt zunächst zum Ubehebe Crater. Zwischendurch hielten wir einige Male an, um zu fotogrfieren.

Auch am Krater stiegen wir aus, weil wir fotografieren wollten. Es wehte ein heftiger Wind und es war eisig kalt. Wir schauten nur kurz in den Krater, den wir ja schon mal gesehen hatten und verzichteten wir auf Fotos vom Krater. Etwas unterhalb der Kraterkante ging weniger Wind und von hier hatten wir einen schönen Blick über die Landschaft. Hier konnte ich dann auch einige Aufnahmen machen, ohne dass der Wind an der Kamera zerrte. Dann gingen wir zum Auto zurück und fuhren weiter.

Kurz nach dem Ubehebe Crater endete die Asphaltierung und die Schotterpiste begann. Von nun an mussten wir deutlich langsamer fahren. Aber die Piste war in einem besseren Zustand als wir erwartet hatten und Schnee war auch noch keiner zu sehen. Auch im weiteren Verlauf blieb die Piste schneefrei und gut zu befahren.

Teacettle Junction
Teacettle Junction
Racetrack Playa
Racetrack Playa

Nach knapp 2 Stunden erreichten wir die Teakettle Junction. Wir waren etwas enttäuscht, weil nur wenige Teekessel an dem Pfahl hingen, denn wir hatten schon Bilder gesehen, auf denen wesentlich mehr Kessel dort hingen. Trotzdem hielten wir natürlich an, um uns die Teekessel anzusehen und einige Fotos zu machen.

Racetrack Playa
Racetrack Playa

Nach der kurzen Pause fuhren wir noch die restlichen 7 Meilen bis zum Racetrack, für die wir etwa ein halbe Stunde brauchten. Schon aus einiger Entfernung konnten wir die flache Ebene erkennen. Wir stellten unseren Wagen ab, stiegen aus und gingen bis zum Rand der Playa. Alles war „rappeltrocken” und so betraten wir die Ebene, um die Steine und ihre Spuren zu suchen. Zunächst einmal fanden wir garnichts, außer eingetrockneten Fußspuren von Leuten, die bei Nässe über die Playa gelaufen waren. Wir gingen kreuz und quer über die Ebene und sahen uns viele Steine an. Erst zum Schluss, als wir schon fast aufgegeben hatten, fanden wir die bekannten Steine. Die lange Fahrt über die Schotterpiste hatte sich doch gelohnt. Wir freuten uns, diese Steine nun selbst einmal ablichten zu können, auch wenn um die Mittagszeit nicht die besten Lichtverhältnisse herrschten. Dafür war es angenehm warm, obwohl ein kühler Wind ging.

Nach einem kleinen Imbiss machten wir uns auf den Rückweg nach Stovepipe Wells. Wir hatten vor, bei Sonnenuntergang bei den Mesquite Flat Sand Dunes zu sein. Zeitlich schafften wir das auch ohne Probleme, aber leider lohnte der Sonnenuntergang kaum ein Foto. Vor die Sonne hatten sich Wolken geschoben. Trotzdem gingen wir noch einmal kurz in die Dünen hinein, doch die Sonne ließ sich nicht mehr sehen. Und gleich wurde es auch wieder empfindlich kalt.

Vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir dann wieder unser Hotel und stellten erst einmal die Heizung in unserem Zimmer an.

Gefahrene Meilen: 155