18. Tag
Sonntag, 04.01.2009

Umgebung von Page

An unserem letzten Tag in Page standen wir um 7 Uhr auf. Zum Abschluss frühstückten wir zusammen mit Brenda und Charly im Ranch House Grille. Uns war schon etwas traurig zu Mute, aber den heutigen Tag hatten wir ja noch.

Am Highway 89
Am Highway 89
 
Weiße Hoodoos
Weiße Hoodoos

Das Wetter war ähnlich wie gestern, stark bewölkt und kühl. Da fiel es dann auch nicht schwer, dass wir unsere Zeit mit Einkaufen verbringen mussten. Zu unserem Glück hatte der Walmart sonntags geöffnet. Während wir unsere Einkäufe zum Motel zurückbrachten, wurde auch das Wetter wieder schöner. Da hielt es uns nicht mehr im Zimmer und wir fuhren noch einmal los. Wir wollten uns bei den Rimrocks noch einmal etwas umschauen, da wir ja bisher hauptsächlich die Gegend um den Toadstool Hoodoo erforscht hatten. Wir fuhren also mal wieder die 89 Richtung Kanab entlang und hielten das erste Mal am Skyline Arch, der sich auf der linken Seite hoch oben in einer Felswand befand. Wenn man es nicht weiß, übersieht man ihn leicht. Eigentlich wollten wir nur ein Foto machen, aber das war nicht ganz einfach. Um eine optimale Position zu haben, hätten wir viel mehr Zeit gebraucht und viel klettern müssen. Wir begnügten uns heute mit etwas weniger guten Fotos und fuhren weiter.

Kurz hinter der Paria Contact Station befand sich ein kleiner, leicht zu übersehender Parkplatz, auf dem wir unseren Wagen abstellten. Es war schon reichlich Schnee geschmolzen, aber immer noch genug vorhanden. Der Parkplatz bestand nur aus großen Pfützen, kleinen Schneeflächen und riesigen Schlammlöchern. Wir versuchten, mit möglichst wenig Wasser und Schlamm in Berührung zu kommen, während wir uns auf den Zaundurchgang zu bewegten. Auf der anderen Seite des Zaunes sah es allerdings auch nicht viel besser aus. Für einen kurzen Moment überlegten wir, ob wir nicht lieber wo anders unseren Forscherdrang ausleben sollten, aber wir blieben dann doch bei unserer Entscheidung. Wir lasen noch einmal in der Wegbeschreibung von Steffen und versuchten uns zu orientieren. Die grobe Richtung war klar, also gingen wir los. Der Schnee war schon mehrfach angetaut und dann nachts wieder gefroren, das hieß, die Oberfläche war sehr hart, aber bei jedem Schritt sanken wir tief ein. Es war anstrengend, darüber zu laufen.

Smoky Mountain Road
Smoky Mountain Road
 
An der Smoky Mountain Road
An der Smoky Mountain Road

Zwischendurch kamen immer wieder kleinere und größere Washes, die wir überqueren mussten. Dafür mussten wir auch mehr wie einmal Umwege machen, weil es zu steil zum Wash hinunter ging. Wir wären zwar irgendwie hinunter gekommen, aber auf der anderen Seite dann nicht mehr hinauf. Irgendwann wussten wir nicht mehr weiter, wir fanden den „Hoodoo Forest” einfach nicht. Die Wegbeschreibung gab auch nichts mehr her. Anscheinend fehlten uns da die entscheidenden Hinweise. Die Landschaft sah ja ganz nett aus, aber wir wollten zu den Rimrocks und nicht nur ziellos umherlaufen. Da wir aber nicht mehr weiter kamen, gingen wir wieder zurück zum Auto. Dabei folgten wir immer den Trampelpfaden der Rinder, denn so kamen wir immer bei relativ flachen Stellen über die Washes. Nach gut 1 1/2 Stunden erreichten wir unseren Wagen.

Nun ging es schon langsam auf den Sonnenuntergang zu. Wir fuhren wieder Richtung Page, bogen aber in Big Water nach links ab in Richtung Alstrom Point. Die Piste war in erheblich besserem Zustand als vor 10 Tagen, als wir hier fast im Lehm stecken geblieben waren. Aber für den Alstom Point war es jetzt zu spät, die Sonne würde untergehen, bevor wir dort angekommen sind. Deshalb bogen wir nach ein paar Meilen ab in den Crosby Canyon, dem wir für einige Zeit folgten. Es sah ganz interessant aus, aber der Winter war für den Besuch sicher nicht die richtige Jahreszeit. Wir mussten erst eine geeignete Stelle zum Wende suchen, bevor wir wieder zurück fahren konnten, denn teilweise war es recht eng im Canyon und die Wände gingen steil nach oben.

Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg nach Page zum Page Boy Motel. Nach dem Abendessen verabschiedeten wir uns von Brenda und Charly, da wir am nächsten Morgen früh starten wollten.

Gefahrene Meilen: 99