27. Tag
Dienstag, 13.01.2009

Rückflug

Wir schliefen relativ lange, aber wir konnten uns auch viel Zeit lassen, denn unser Flieger würde erst um 16:25 Uhr starten. In aller Ruhe frühstückten wir noch einmal im Mardi Gras. Dann packten wir unsere restlichen Sachen ein und verstauten alles in unserem Dodge Nitro. Noch eine letzte Kontrolle, ob das Handschuhfach und die restlichen Staufächer wirklich leer waren. Danach fuhren wir zum Mietwagen-Center, gaben den Dodge zurück und ließen uns vom Shuttle-Bus zum Flughafen bringen.

Am LTU-Schalter stand schon eine lange Schlange, an die wir uns dann anschlossen. Es dauerte ziemlich lange, bis wir unser Gepäck endlich los waren, aber wir hatten noch reichlich Zeit. Das bedeutete, Ralf musste erst mal wieder nach draußen um eine Zigarette zu rauchen. Dann schlenderten wir durch den Flughafen und verbrachten die nächste Zeit damit, in einige Läden zu schauen. Bevor wir in unseren Flieger steigen konnten, kauften wir noch im Duty Free Shop ein.

Pünktlich begann unser Flug nach Chicago. In den letzten Wochen hatten wir immer die Nachrichten verfolgt, da der Flughafen Chicago nach unserer Ankunft in Las Vegas wegen Schnee für ein paar Tage geschlossen war. Es lag auch immer noch viel Schnee, aber der Flugverkehr ging ohne Probleme. Wir hatten etwas Aufenthalt in Chicago und Ralf musste dringend rauchen. Leider war die einzige Möglichkeit zu rauchen, ganz nach draußen zu gehen und danach noch einmal die Kontrolle zu passieren. Ralf hatte aber übersehen, dass er in einer Jackentasche noch ein Päckchen Handwärmer hatte... Der Beamte, der ihn dann kontrollierte, fand das gar nicht lustig. Was er denn mit dem chemischen Mittel vorhätte?!? Es folgte wohl eine längere Diskussion, und am Ende landeten die Handwärmer im Mülleimer und Ralf durfte endlich wieder hinein. Dann war es auch schon Zeit an Bord zu gehen und wir nahmen auf unseren reservierten Sitzen Platz.

Um 7:35 Uhr, gut 8 Stunden später, landeten wir in Düsseldorf. Die Gepäckausgabe ging zügig vonstatten und durch den Zoll waren wir auch schnell durch. Gegen 9:30 Uhr waren wir wieder zu Hause und wurden von unseren Katzen begrüßt.

Gefahrene Meilen: 6


Unser Fazit für diesen Urlaub

Die Tage während der vier Wochen waren extrem kurz. Die Sonne ging etwa zwischen 16 und 16:30 Uhr unter, das bedeutete, dass wir weniger unternehmen konnten, und an den Fahrtagen auch nicht so lange Strecken zurück legen konnten. Dafür ging die Sonne später auf. Für Sonnenaufgangsfotos konnten wir also etwas länger schlafen, das war ganz angenehm.

Die Sonne stand viel niedriger, daher hatten wir ganz andere Lichtverhältnisse wie im Frühjahr und im Herbst. Einige Locations waren zur Golden Hour nicht gut zu fotografieren oder lagen fast ganz im Schatten. Aber das ist ja ein Grund, noch einmal wieder zu kommen... Am Horseshoe Bend hatten wir aber auch tagsüber keine besonders guten Lichtverhältnisse, ein großer Teil lag immer im Schatten.

Schneebedeckte Landschaften haben zwar auch ihren Reiz, aber gerade die schönen farbigen Sandsteinstrukturen sind dann kaum zu sehen. Aus diesem Grund verzichteten wir auf einen Besuch der Wave, obwohl wir ein Permit bekommen hätten. Außerdem hatten wir erfahren, dass schon viele Leute dort gewesen waren und ihre Spuren hinterlassen hatten. Die verschneite Wave mit unberührtem Schnee hätte uns schon gefallen, aber das wäre Illusion gewesen. Im White Pocket hatten wir noch relativ viel Schnee vorgefunden. Viele schöne Strukturen, die wir schon kannten, waren so leider nicht zu sehen, trotzdem haben wir den Besuch nicht bereut.

Wenn der Schnee angetaut war, waren die meisten Dirt Roads nicht befahrbar. Man sah es ihnen nicht immer gleich an, aber unter dem Schnee befanden sich oft Schlamm oder auch riesige Wasserlachen. Das hatten wir unterwegs auch mehrfach erlebt.

Manche Locations konnten wir überhaupt nicht erreichen. Bei einigen hatten wir es zwar versucht, mussten dann aber leider wegen des Schnees aufgeben.

Die Temperaturen zum Wandern waren wesentlich angenehmer als in Frühjahr und Herbst, andererseits war es aber sehr anstrengend, durch den Schnee zu laufen, dadurch brauchten wir auch mehr Zeit.

Ganz angenehm war es, dass wir bei den meisten Locations ganz alleine waren. (Wer wandert in dieser Jahreszeit schon durch einsame, verschneite Landschaften?!) Nur selten hatten wir andere Leute getroffen.

Waren wir am Anfang unseres Urlaubs noch skeptisch, was unsere Unternehmungen anging, änderte sich das im Lauf der vier Wochen.
Es war mal wieder ein einmaliger Urlaub im Südwesten gewesen und wir würden auf jeden Fall wieder im Winter hinfahren, da waren wir uns einig.