8. Tag
Donnerstag, 25.12.2008

Rimrocks - Toadstool Hoodoo, Stud Horse Point

Toadstool Hoodoo, The Rimrocks
Toadstool Hoodoo, The Rimrocks

Nach dem gestrigen langen, anstrengenden Tag schliefen wir etwas länger und standen erst um 8 Uhr (Arizona-Zeit) auf. Über Nacht hatte es geschneit und in Page sah alles aus, als wäre es mit Puderzucker überzogen. Wir frühstückten gemütlich in unserem Zimmer und überlegten dabei, was wir heute unternehmen könnten. Ralf machte den Vorschlag zum Toadstool-Hoodoo zu fahren. Der Toadstool Hoodoo ist wohl einer der bekanntesten Hoodoos der Rimrocks, die sich am südlichen Rand des G.S.E.N.M. (Grand Staircase Escalante National Monument) befinden. Das Gebiet um den Toadstool Hoodoo ist allerdings nur ein kleiner Teil der Rimrocks. Genau dieses Gebiet, in der Nähe des Highway 89 gelegen, sollte heute unser Ziel sein. Bevor wir uns auf den Weg machten, wollten wir uns noch einen Kaffee für unterwegs holen, aber in Page hatten alle Geschäfte, Restaurants und Tankstellen geschlossen. Schließlich war Weihnachten, das wurde uns erst jetzt bewußt. Also mussten wir ohne Kaffee losfahren. Wir hofften, dass die Tankstelle am Highway 89 geöffnet hat. Sie hatte geöffnet, und weil Weihnachten war, bekamen wir den Kaffee sogar geschenkt.

Je weiter wir auf der 89 fuhren umso mehr Schnee lag. Als wir an dem Parkplatz zu den Rimrocks ankamen war es dann schon eine ganze Menge mehr. Ein Auto war bereits auf dem Parkplatz gewesen und auch Fußspuren waren zu sehen, aber es hatte schon wein wenig darüber geschneit. Wir machten uns auf den Weg zum Toadstool Hoodoo. Während wir durch den Schnee stapften, stellten wir fest, dass der Boden unter dem Schnee nicht gefroren war. Der Boden war matschig und schlammig. Der Wash, durch den der Weg die meiste Zeit verläuft, hatte sogar ein wenig Wasser, teilweise mit einer Eisschicht darüber. Das erschwerte das Gehen ganz erheblich.

Hoodoos, The Rimrocks
Hoodoos, The Rimrocks
Hoodoos
Hoodoos

Vor allem an Steigungen mussten wir aufpassen, denn auf dem glitschigen Untergrund rutschten wir leicht aus. Das passierte uns einige Male, da wir ja nicht sehen konnten, wie der Boden unter dem Schnee beschaffen war. Irgendwann endeten die Fußspuren. Hier war offensichtlich jemand herumgeirrt und hatte den Weg nicht gefunden. Aber da wir schon mehrmals hier waren, war das für uns kein Problem. Oben auf dem Plateau angekommen schauten wir uns erst einmal um. Alles sah so ungewohnt aus mit dem Schnee, schließlich kannten wir es so noch nicht. Wir liefen auf dem Plateau herum und machten einige Fotos von den Hoodoos im Schnee. Dann wollten wir auch zu den mehr westlich gelegenen Hoodoos, aber das stellte sich als ziemlich schwierig heraus. Die Orientierung war nicht ganz einfach, und wir mussten an einigen Stellen etwas klettern. Mit Schnee und einem rutschigen Untergrund war das auch nicht ganz ungefährlich, also gingen wir kein Risiko ein und verzichteten darauf, zu den entfernteren Hoodoos zu klettern.

Oberhalb des Azut Arch
Oberhalb des Azut Arch

Während der ganzen Zeit schien leider nicht die Sonne, dafür schneite es leicht. Nach ca. eineinhalb Stunden machten wir uns auf den Rückweg zu dem kleinen Parkplatz am Highway. Dann fuhren wir wieder zurück Richtung Page. Unterwegs hielten wir kurz am Azut Arch, an dem wir schon so oft vorbeigefahren waren, ohne ihn zu beachten. Heute sahen wir uns die Gegend etwas an und machten einige Fotos. Im Sommer gibt es hier sicher einige schöne Fotomotive, aber heute war nur alles grau in grau, und unser Verlangen, wieder durch Schnee zu stapfen, hielt sich in Grenzen.

An der Smoky Mountain Road
An der Smoky Mountain Road

In Big Water machten wir einen kurzen Abstecher auf die Piste zum Alstrom Point. Wir wollten uns anschauen, in welchem Zustand diese Strecke war. Es hatte aufgehört zu schneien und es war wärmer geworden. Sogar die Sonne kam ab und zu heraus. Die Piste war schlammig und sehr rutschig, fast wie bei Glatteis. Ich stieg zwischendurch einmal aus, um Fotos zu machen. Kaum stand ich draußen, bereute ich es auch schon, denn ich versank gleich in dem grauen Matsch. Mit jedem Schritt wurden die Schuhe schwerer, weil der lehmige Boden daran kleben blieb. Außerdem musste ich aufpassen nicht auszurutschen und hinzufallen. Vorsichtig stieg ich dann wieder ins Auto. An eine Fahrt zum Alstrom Point war nicht zu denken, auch in den nächsten Tagen nicht. Der Boden müßte erst trocknen und das würde in der Zeit, die wir in Page verbringen wollten, wahrscheinlich nicht möglich sein. Wir hatten genug gesehen und fuhren wieder zurück zum Highway 89.

Am Lone Rock machten wir noch einen kurzen Abstecher bis an den Lake Powell und fuhren eine Weile durch den Sand am Wasser entlang. Danach wollten wir noch schauen, wie die Piste zum Stud Horse Point aussah. Sie war in einem besseren Zustand als erwartet und deshalb fuhren wir auch gleich weiter bis zu den Hoodoos. Hier kletterten wir ein bißchen herum und fuhren nach kurzer Zeit wieder zum Motel zurück. In Page war die weiße Pracht schon wieder verschwunden. Von Charly erfuhren wir, dass Schnee hier in Page nur einen halben Tag liegen bleibt, dann ist schon wieder alles getaut.

Hoodoos
Hoodoos...
Hoodoos
...am Stud Horse Point

Wir setzten uns auf unserer Terrasse in die Sonne und relaxten. Am Abend grillten wir unser Fleisch, das eigentlich für den gestrigen Abend gedacht war. Aber wir waren froh, dass wir es noch hatten. Andernfalls hätten wir ein Problem gehabt, denn sogar McDonalds war heute geschlossen.

Gefahrene Meilen: 88