3. Tag
Samstag, 20.12.2008

Death Valley Nationalpark - Zabriskie Point, Golden Canyon

Wir standen um 6 Uhr auf und tranken erst mal einen Kaffee um richtig wach zu werden, denn wir hatten nicht so gut geschlafen. Ständig hatten wir die Flugzeuge gehört, die genau über das Mardi Gras geflogen waren. Merkwürdig, das hatten wir noch nie gehört!

Wir verstauten unser Gepäck in unserem Dodge Nitro und dabei bemerkten wir, dass es gefroren hatte. Etwas fröstelnd gingen wir dann frühstücken. Wieder aufgewärmt und gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zu unserem ersten Ziel, dem Visitor Information Center, das sich nicht weit vom Mardi Gras entfernt befand. Wir wollten uns über die Wetterlage und den Zustand der Straßen in Richtung Little Finland erkundigen, obwohl ich diese Location eigentlich schon „abgehakt” hatte. Ein sehr freundlicher, alter Mann erzählte uns, dass dort viel Schnee liegen würde und dass die Piste schwierig zu finden sei. Es wäre auch möglich, dass es ziemlich matschig sei, also keine guten Bedingungen. Aber das hatten wir uns auch in etwa so vorgestellt. Dann meinte der Mann zu uns, er wolle noch etwas im Internet nachschauen und verschwand in einem Hinterzimmer, in dem wohl der PC stand. Nach einer Weile kam er wieder und präsentierte uns einen Ausdruck von Isas Seite über Little Finland. Da mussten wir doch etwas schmunzeln, schließlich kannten wir die Seite ja schon lange. Wir bedankten uns bei dem hilfsbereiten Mann und fuhren los in Richtung Death Valley. Mittlerweile war es 9 Uhr.

Ungewohnter Anblick
Ungewohnter Anblick im Death Valley

Wir waren bereits zweimal im Death Valley gewesen, aber bei unserem zweiten Besuch im September 2005 waren noch einige Teile gesperrt gewesen, da Monate vorher ein heftiges Unwetter gewesen war. Wir hatten die Hoffnung, dass wir heute doch noch einmal zu Dantes View hochfahren können, denn von dort oben hat man eine phantastische Aussicht. Aber leider wurden wir wieder enttäuscht, denn die letzten Meilen waren wieder gesperrt. Aber dieses Mal, weil oben noch zu viel Schnee lag. Direkt an der Absperrung war die Straße zwar frei, aber wer weiß, wie es ganz oben aussah. Wir machten nur einige Fotos und kehrten dann um.

Zabriskie Point
Zabriskie Point

Den nächsten Stop machten wir am Zabriskie Point. Ich persönlich finde den Anblick immer wieder faszinierend, so dass wir auch jedesmal hier halten und den kurzen Weg hinaufgehen, wenn wir in der Nähe sind. Im Sommer ist es allerdings unerträglich heiß, da war es doch heute angenehmer. Obwohl die Sonne schien war es ziemlich kalt, und als wir wieder ins Auto stiegen waren unsere Finger steif gefroren. Auf der Fahrt zum Visitor-Center wärmten wir uns wieder auf. Wir erkundigten wir uns nach dem Zustand der Straßen, besonders nach dem Zustand der Piste zum Racetrack. Einige Abschnitte waren wegen des Schnees noch gesperrt und die Strecke zum Racetrack wurde uns als sehr schlecht und teilweise mit viel Schnee geschildert. Außerdem sei es am Racetrack sehr nass und man solle nicht aussteigen und darüber laufen, um keine Spuren zu hinterlassen. Wir entschlossen uns, erst morgen zum Racetrack zu fahren, da es heute ohnehin schon zu spät dafür war. Stattdessen fuhren wir nach Badwater. Aber die Salzflächen boten keinen besonders schönen Anblick, deshalb hielten wir uns nicht lange dort auf.

Wir fuhren wieder zurück und hielten ein paar Meilen später wieder auf der rechten Straßenseite auf einem kleinen Parkplatz. Von hier aus unternahmen wir unseren ersten Trail dieses Urlaubs zur Natural Bridge. Der Hinweg bestand aus einer Art Schotterpiste, die ständig leicht bergauf führte. Insgesamt sind wir ca. 2 Meilen gelaufen. Die Natural Bridge war nicht besonders spektakulär, aber das war für den Anfang ein ganz netter „Spaziergang”. Wir fuhren die Straße weiter und hielten nach kurzer Zeit an einem weiteren Parkplatz auf der rechten Seite. Hier begann der Trail zum Golden Canyon. Auch hier ging es auf dem Hinweg leicht bergauf, so dass wir auf dem Rückweg bergab gehen konnten. Unterwegs kamen wir zwar ganz gut ins Schwitzen, aber insgesamt war es doch recht kühl für das Death Valley.

Golden Canyon
Im Golden Canyon
Golden Canyon
Im Golden Canyon

Auf dem Rückweg zum Auto ging die Sonne unter und es wurde gleich viel kühler. Die höchste Temperatur, die uns das Außenthermometer unseres Wagens heute angezeigt hatte waren 59 ° F, nicht viel für das Death Valley. Von nun an hielten wir nicht mehr an und fuhren in einem durch bis Stovepipe Wells, wo wir übernachten wollten. Das Zimmer war nicht gerade ein Hit, kein Radio, kein Fernseher und ein schmales Bett. Aber für unsere Pläne war es günstig gelegen und es war auch noch wesentlich günstiger als ein Zimmer in Furnace Creek. Da hier aber ansonsten nichts los war gingen wir früh schlafen, weil wir am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang bei den Sanddünen sein wollten.

Gefahrene Meilen: 209